International friends – Was ich von meinen internationalen Freundschaften lernen konnte.

Kennst du die ungewollt komischen Momente, wenn du in einem anderen Land bist und dich versuchst mit den Menschen dort zu verständigen? Manchmal helfen nur Hand und Fuß, es kommt zu Missverständnissen und dann gibt es diese kleinen Momente, in denen beide Parteien einfach nur noch lachen könnten. Vielleicht sind aus ein paar Begegnungen sogar Freundschaften geworden? Heute möchte ich eine Liebeserklärung an meine internationalen Freunde schreiben und erzählen, wieso es sich lohnen kann ein bisschen internationales Licht in sein Leben zu bringen.

 

Meine interkulturellen Erfahrungen

Meine ersten internationalen Freunde waren wohl die Kinder aus Holland, die ich beim Camping-Urlaub mit meinen Eltern kennengelernt habe – So richtig verstanden haben wir uns nicht, aber das war egal, denn zum Fangen spielen braucht man keine Sprache. Später waren es dann französische Austauschschüler an unserer Schule. Allerdings konnten Sie nicht sehr gut Deutsch und wir nicht gut Französich, was das Ganze etwas kompliziert hat. Und wer Franzosen kennt, weiß, dass viele von Ihnen nicht gut Englisch sprechen (Entschuldigung an alle, die die Ausnahme bestätigen). So viel zu den ersten Begegnungen – Sie waren leider nur platonisch, denn ich war zu jung, zu schüchtern und auch zu schlecht in der Verständigung.

 

Alleine reisen!

Erst seitdem ich auch alleine in andere Länder reise, habe ich wirklich enge internationale Freundschaften schließen können. Und möchte sie nicht mehr missen. In meinen 6 Monaten, die ich in Indien verbracht habe, konnte ich eine komplett gegensätzliche Kultur kennenlernen und war, das muss ich zugeben, erstmal abgeschreckt. Aber erst die kleinen Unterhaltungen mit meinen indischen Kollegen, oder Leuten auf Partys haben mich der Kultur wirklich näher gebracht. Ich habe verstanden, wie sie leben, was sie bewegt und welche Unterschiede es wirklich gibt. Aber die schönste Erkenntnis war wohl: Irgendwie sind wir alle gleich. Tatsächlich waren es nicht nur Inder, die ich dort getroffen habe, sondern auch sehr nette Menschen aus Kanada, Australien und (again) Frankreich. Wir haben uns über Musik ausgetauscht, sind zusamen verreist und gewandert, haben zusammen getanzt und lange Abende auf Balkonen verbracht. Diese Zeit hat mir so vieles gegeben, aber am meisten habe ich aus dem Kontakt zu den Menschen dort gelernt.

 

Nicht nur im Ausland kann man Internationale Freunde finden

Als ich gemerkt habe, wie wichtig mir interkultureller Austausch ist und wie gerne ich anderen Menschen helfe, bin ich selbst aktiv geworden. Vor einem Jahr wurde ich Mentorin für 2 französische Austauschstudenten und bin bis heute unendlich froh, welche tollen Begegnungen daraus entstanden sind! Als Mentorin habe ich Ihnen dabei geholfen, in Leipzig anzukommen. – Habe Sie hier begrüßt und Sie zur Wohnung gebracht, bin mit Ihnen zur Bank gegangen und habe Ihnen die besten Bars gezeigt. Nach einiger Zeit hat sich so ein ganzes Netzwerk gebildet. Durch das Programm habe ich neue Freunde kennengelernt – Insbesondere schätze ich meine kleine Truppe aus Franzosen und einem Italiener. Wir sind mittlerweile ein eingespieltes Team und waren zusammen schon in Berlin und Prag. Ganz besonders chätze ich dabei die selten komischen Missverständnisse und sprachlichen Abenteuer. Jedes Mal freue ich mich über Wortneubildungen wie „übergestern“, oder spiele mit Freude das wandelnde Deutsch-Wörterbuch. Auch wenn der Abschied schwer fällt, freue ich mich darauf sie bald wieder in Leipzig zu begrüßen, oder sie in Ihrer Heimat zu besuchen.

 

Eine Postkarte von einem italienischen Freund.

 

Die ganze Welt wird dein Zuhause

Wenn die Freunde sich auf dem Globus verteilen, gibt es dir ein wunderbares Gefühl der Vernetzung. Du könntest am liebsten jeden Tag mit jemand anderem skypen und kannst es gar nicht abwarten, dir ein Flugticket zu kaufen, um deine Freunde wiederzusehen. Auch wenn es zu traurigen Momenten kommen kann, in denen man jemanden vermisst, sich unglücklich verliebt und die Zeit oder auch das Geld zum Verreisen fehlen – so überwiegen doch immer die positiven Seiten. Du wirst offener und siehst die Probleme der Gesellschaft in einem anderen Licht.

 

Wie du internationale Leute kennenlernen kannst

Der erste Schritt ist Reisen – Gehe dabei mal abseits der bekannten Wege, reise allein, spreche Leute an und sei offen. Vielleicht wirst du ja auf einen Kaffee eingeladen. Auch Couchsurfing ist eine gute Gelegenheit Leute und die Lebensweise anderer Länder kennenzulernen – Beim Couchsurfing wird man oft auch auf einen Kochabend, oder zum gemeinsamen Ausgehen eingeladen. Ich kann dir nur empfehlen, selbst ein bisschen offener zu werden und auch mal auf andere zuzugehen. Im Zug, im Flugzeug, oder auf Feiern, musst du nicht stillschweigend neben einer fremden Person sitzen, sag einfach mal „Hallo“.

 

Ich hoffe meine kleine Kolumne hat dir gefallen!

Ich habe schon einmal über meine Erfahrungen beim Ansprechen von Fremden beim Reisen geschrieben, hol dir dort gerne mehr Motivation.

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