So ist das Sziget Festival in Budapest

· So war das Sziget Festival 2018 - sieben Tage Freiheit und Spaß ·

Ich bin zurück aus der Sommerpause! Ich war nicht nur in Portugal, sondern auch in Budapest und habe dort das wunderbare Sziget Festival erleben dürfen. Hier also mein kleiner, aber feiner Erfahrungsbericht. Ich hoffe er gefällt dir und inspiriert dich sogar auch einmal den Weg dorthin zu machen.

Meine Beine schmerzen, die Stimme ist heiser und Augenringe bilden tiefe Krater in meinem Gesicht. Nach sieben Tagen Festival freue ich mich auf ein langersehntes Wiedersehen mit meinem Bett und einer heißen Dusche. Aber die Strapazen der Reise nach Budapest, dem Zelten und Dixi-Klos habe ich für das Sziget gerne auf mich genommen. Seit einigen Jahren ist es schon mein Wunsch einmal dieses großartige Festival zu erleben und dieses Jahr wurde er endlich Wirklichkeit.

 

Sziget?

Du hast noch nie vom Sziget gehört? Dann ist es spätestens jetzt Zeit dich zu informieren! Ich gebe dir einen kurze Vorstellung: Stelle dir vor du bist auf einer Insel in Budapest, mit 400.000 anderen Menschen aus den verschiedensten Ländern und feierst ausgelassen zu einigen der besten Bands und Künstler dieser Stunde. Es ist ein Festival der Ultimative: Künstler und Besucher kommen aus über 60 Nationen eingeflogen und feiern für sieben Tage eine Utopie. Um nur einige der Acts dieses Jahres zu nennen: Arctic Monkeys, Dua Lipa, Lana del Rey, Mumford & Sons, Kygo, Alle Farben. Das Line-up ist jedes Jahr genial und bietet für jeden Musikgeschmack etwas – egal ob Rock, Pop, Indie, Techno oder Elektro.

Die Insel des Friedens – Island of Freedom, nennt es sich selbst. Und diesen Slogan kann ich nur unterschreiben, es wird nicht nur Freiheit, sondern auch Gleichheit, Anti-Rassismus, oder Umweltschutz großgeschieben. Außerdem gibt es viele großartige Kunstinstallationen, Workshops, Aktivitäten und Vorstellungen aller Art.

 

Sziget Festival 2018 hannamatata

 

Kunst, Kultur, Vielfalt

Die Vielfältigkeit des Programms ist nicht in ein paar Sätzen zu beschreiben. Denn auf dem Sziget ist so gut wie alles möglich: An einem Tag haben wir uns Rucksäcke aus recycelten Planen genäht und uns aus Holz Schilder gebastelt. An einem anderen Yoga gemacht und bei Theateraufführungen zugeschaut. So habe ich jeden Tag etwas neues entdeckt und selbst nach sieben Tagen noch nicht alles ausprobiert. Deshalb muss ich wohl Bunjee-Jumping, oder den Sport-Parcours auf nächstes Jahr verschieben.

 

Sziget Festival 2018 art kunst workshop

 

Für jeden Geschmack etwas

Auf der Insel gibt es unglaublich viele Bühnen, die sich verschiedenen Themen und Musikrichtungen widmen. Für jeden Geschmack ist da etwas dabei. Auch wenn sich vermutlich die meisten bei der Main Stage aufhalten, so sind auch die kleineren Bühnen toll, um neue Bands kennenzulernen. Sogar ein paar deutschschprachige Bands haben sich nach Ungarn verirrt: Darunter Milky Chance, Bilderbuch, Labrassbanda oder Bukahara.

 

Sziget 2018 Festival Hannamatata

 

Engländer, Franzosen, Australier…

And where do you come from?

Das ist wohl die Frage, die mir in den sieben Tagen am häufigsten gestellt wird. So auch bei dem Konzert von MØ: Kurz nachdem uns zwei Männer aus Israel diese Frage stellen, singen wir zusammen im Chor ein Geburtsständchen für die dänische Sängerin, das einer der beiden anstimmt – und 10000 singen mit. Gänsehaut pur. An einem anderen Tag liege ich morgens am Strand und führe eine tiefgründige Unterhaltung mit einem Neuseeländer, während neben uns ein paar Iren das erste Bier des Tages aufmachen. Auf der Insel begegne ich Menschen aus der ganzen Welt, wobei Engländer und Holländer besonders stark vertreten sind. Die Stimmung ist immer gut und ausgelassen. Ich fühle mich, wie auf einem modernen Woodstock.

 

Sziget Mo Festival 2018

 

Wiedersehen macht Freude

Nach all den genialen Bands und Tagen voller Erlebnisse kann ich gar nicht sagen, was mir nun am besten gefallen hat. Es war vermutlich die gelungene Mischung aus allem. Das Sziget Festival ist ab sofort mein Lieblingsfestival. Die Menschen, das Programm, die Musik, die Botschaft – alles zusammen ergibt ein einmaliges Erlebnis. Auch die Lage mitten in Budapest macht das Festival sehr attraktiv, die Anreise (wenn an erstmal in Budapest ist) ist unkompliziert und selbst wenn man nicht auf Camping steht kann man sich ganz einfach ein Hostel, Hotel, oder Airbnb in der Stadt suchen. Es ist ein Festival bei dem für jeden etwas dabei ist, allein deswegen ist es eine Reise wert. Ich bin jetzt schon gespannt auf das Line-up nächstes Jahr!

 

 

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