Surfen Änfänger

10 Situationen, die jeder Surfanfänger kennt

Wie oft habe ich schon davon geträumt mich so lässig wie die Surfer dieser Welt auf einem Brett bewegen zu können. Ganz leicht durch eine Tube gleiten, die Wasseroberfläche mit der Hand streifen und dann kurz bevor die Welle bricht aus der Tube herausfahren. So weit, so traumhaft die Vorstellung. In der Realität sieht das schon anders aus. Bis du wirklich so weit bist und sicher surfen kannst vergehen bei den meisten Menschen Jahre. Der Weg dahin ist gespickt mit Fällen, Blessuren und Wipe Outs.

Seitdem ich mich 2016 an das erste Mal Wellenreiten herangetraut habe, musste ich in verschiedenen Ländern und Stränden dieser Welt lernen, dass Surfen lernen nicht leicht und mitunter nervenaufreibend ist. Denn wenn man das Wellenreiten so wirklich lernen will, braucht man Geduld und Übung. Dabei kann so einiges schief gehen.

 

    10 Situationen, die jeder Surfanfänger kennt:

  1. Ist das Wasser kalt? Dann hast du wahrscheinlich das Glück und darfst dich eine geschlagene Zeit lang in einen Neoprenanzug zwängen. Nach 30 Minuten Kampf mit der zweiten Haut und einer kurzen Depression weil dir jedes kleine Fettpölsterchen an dir auffällt bist du dann aber auch bereit!
  2. Du fühlst dich wie ein Fisch auf dem trockenen beim ersten Gang ins Wasser mit dem Brett. Du weißt nicht wirklich wie du das Brett halten sollst und schon der Weg vom Verleih zum Strand sind die anstrengendsten Minuten deines Lebens. Das Brett ist schließlich viel größer als du selbst. Irgendwann kommt du vollkommen fertig am Surfspot an und fragst dich wo du jetzt noch die Energie zum Surfen herholen sollst.
  3. Das Brett macht nie das was du willst. Wenn eine Welle kommt kann es schon mal horizontal in die Luft springen und dann genau auf deinen Kopf fallen während du wieder auftauchst. Deshalb lernst du sehr schnell bei jedem Auftauchen deine Arme schützend über den Kopf zu halten.
  4. Aber nicht nur das Brett selbst kann dir zu schaffen machen! Nein, auch die Leash, also das Seil mit dem das Brett an deinem Knöchel befestigt ist, wird irgendwann lästig. Wenn dich mal wieder eine hohe Welle gnadenlos überrollt spürst du, dass dein Board mitgenommen wurde spätestens bei dem wirklich unsanften Ziehen am Bein. Dies kann sogar so weit gehen, dass du kurzzeitig darüber nachdenkst, ob dir dein Fuß gerade abgerissen wird, oder es wirklich nur dein Board ist.
  5. Es sieht aus als wäre es das leichteste überhaupt, wenn die Surfer eine Welle nehmen und lässig aufstehen. Spätestens nach deiner ersten Surflesson wirst du allerdings feststellen, dass gerade dieses Aufstehen dir ziemliche Probleme bereiten kann. Du fragst dich: Wo stelle ich meine Füße hin? Wie zur Hölle bekomme ich meine Hüfte hoch? Und jetzt soll ich auch noch das Gleichgewicht halten? Auch wenn du es auf dem Trockenen so oft geübt hast, auf dem Wasser ist es direkt zehnmal schwerer.
  6. Vier Wörter: Große Welle. Waschmaschine. Schleudergang.
  7. Als hättest du nicht schon genug Probleme mit dir selbst, sind dort selbstverständlich auch noch andere Menschen im Wasser auf die du achten musst. Hast du Glück und es sind kaum andere Surfer und solche die es lernen wollen im Wasser – schön für dich! Die Realität sieht jedoch meist anders aus. Da wären die Prosurfer, die wenn sie eine Welle erwischen Manöver fahren, von denen du nur träumen kannst und dir dabei fast den Kopf rasieren.
  8. Andererseits gibt es die anderen Anfänger, die dir entweder immer (wirklich Immer!) im Weg stehen, wenn sich eine gute Welle nähert, oder genau in dich hineinfahren, weil sie eben noch keine Manöver fahren können und zu sehr damit beschäftigt sind sich selbst über ihren Erfolg zu freuen.
  9. Danach. Du bist tot, ungelogen. Alle Energiereserven sind aufgebraucht und du verbringt die nächsten Stunden damit dich selbst zu bemitleiden.
  10. Irgendwann später. Der Ehrgeiz hat dich gepackt und du willst unbedingt wieder aufs Brett. Surfen ist deine neue Droge.

 

Nachdem es bei mir in England, Indien und Sri Lanka schon etwas, aber nie vollkommen zufriedenstellen mit dem Surfen geklappt hat, habe ich jetzt nach 6 Wochen Surfcamp in Portugal tatsächlich den Dreh raus. Also glaubt nur fest daran: Es gibt ein Licht am Ende des Tunnels und all die Wipe Outs werden irgendwann Früchte tragen.

Rauf aufs Board! Es wird euch erst verzweifeln lassen, aber dann werdet ihr es lieben, versprochen.

 

Hast du schon einen Anfängerkurs hinter dir und dich in einigen Situationen wiedererkannt? Oder bist du schon längst Prosurfer?

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