Mein Roadtrip entlang der Côte d’Azur + Insidertipps

Mit der Côte d’Azur verbindet man kristallfarbenes Wasser, den Erholungsort der Reichen und Schönen. Ich war schon immer beeindruckt von der Architektur entlang des Mittelmeeres. Ich liebe die verwinkelten Gassen, in denen man stundenlang schlendern kann und immer wieder Neues entdeckt, die in pastellfarben gestrichenen Häuser mit den bunten Fensterläden, vor denen die Bewohner ihre Wäsche aufspannen, die entspannte Athmosphäre in kleinen Cafés und besonders die kleinen Ateliers der Künstler, die sich dort angesiedelt haben.

Na, hast du Reiselust bekommen? Dann habe ich hier die Route für einen garantiert genialen Roadtrip für dich. Du musst nur noch den Flug buchen.

Tag 1   Nizza

Den ersten Tag verbrachten wir in Nizza. Es gibt viele günstige Flüge die direkt von Deutschland nach Nizza fliegen. Hier haben wir uns am Flughafen einen Mietwagen geliehen und unseren Roadtrip gestartet.

Nizza ist eine wunderschöne Stadt und besticht vor allem durch die charmanten Gassen und den tollen Blick auf den alten Hafen. Von hier aus kann man übrigens sehr günstig in einer halben Stunde mit dem Auto oder dem Zug nach Monaco fahren!

Mein Highlight in Nizza war der Blick vom Schlosshügel (Colline du Château) inmitten der Stadt. Es ist perfekt um einen ersten Eindruck zu gewinnen und bietet einen tollen Panoramablick bis nach Antibes (dem nächsten Stop).

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Tag 2   Antibes und Cannes

Von Nizza aus geht es weiter nach Cannes. Vorher solltest du aber unbedingt noch einen Stop in Antibes einlegen. Hier kann man wunderbar flanieren, ganz besonders auf dem Provinzialmarkt. Lokale Spezialitäten, Kräuter, Seifen, alles was das Herz begehrt.

Mein Tipp: Unbedingt Socca de Nice probieren! Das ist ein Teigfladen aus Kichererbsenmehl, der dort direkt vor Ort im Steinofen gebacken wird. 

Weiter in Cannes kann man entlang der berühmten Croisette, der Promenade, entlangspazieren und ein Selfie vor dem roten Teppich der Filmfestspiele schießen. Cannes ist allerdings meiner Meinung nach sehr überbewertet und du solltest hier nicht mehr als einen halben Tag einplanen.

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Tag 3   Saint Tropez und Bormes-les-Mimosas

Saint Tropez hat mich bei meinem Besuch sehr überrascht. Wahrscheinlich bedingt durch das Partylied „Welcome to Saint Tropez“, habe ich eher einen mondänen Ort, wie Cannes erwartet, aber tatsächlich ist es ein süßer, kleiner Fischerort. Auch wenn man hier den Einfluss des Tourismus beobachten kann, ist es trotzdem ein toller Ort für einen entspannten Spaziergang. Auf der Burg, die sich über Saint Tropez erstreckt hat man einen tollen Blick auf das Mittelmeer.

Mein absoluter Geheimtipp, den ich selbst von einer Freundin habe ist das kleine Dorf Bormes-les-Mimosas.

Bormes-les-Mimosas ist zwar etwas weiter landeinwärts gelegen, aber dennoch lohnt es sich wirklich den Abstecher zu machen. Denn wenn du erstmal mit dem Auto die Serpentinen überwunden hast, wirst du mit einem bezaubernden Blick auf Berghänge und das Mittelmeer belohnt. Die kleinen Gassen sind wirklich bezaubernd und perfekt um genüsslich ein Eis zu schlemmen. Viele Kunsthandwerker haben sich hier niedergelassen, es ist also optimal um noch ein kleines Mitbringsel zu ergattern bevor es weiter nach Hyères geht.

 

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Tag 4   Hyères

Nach dem vielen Städte-bummeln ist etwas Erholung nicht schlecht, deshalb empfehle ich in Hyères gleich für zwei Tage eine Unterkunft zu buchen. Diese sind dort nämlich auch verhältnismäßig günstig. Hier kann man dann entspannt am Strand liegen, Kitesurfen in Giles ausprobieren, oder das Fort nahe des Stadtzentrums erklimmen.

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Tag 5    Île de Porquerolles

Von Hyères aus kannst du wunderbar einen Tagesausflug auf die Insel Porquerolles machen. Ich lasse mal Bilder, die wunderschönen Strände laden zum Seele baumeln lassen ein und spätestens hier verliebt man sich unweigerlich in das lebensgefühl der türkisblauen Küste. Wir haben uns Fahrräder ausgeliehen. So konnten wir am einfachsten die ganze Insel erkunden und von Aussichtspunkten zu wunderschönen Strandbuchten gelangen.

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Tag 6   Marseille

In Marseille gibt es vor allem für Liebhaber der Straßenkunst viel zu sehen. Ich habe mich spontan in das kleine Stadtviertel Le Panier verliebt. Dort haben sich viele lokale Straßenkünstler an den Wänden der Gassen verewigt. An jeder Ecke findest du ein neues farbenfrohes Werk.
Auch der Aufstieg (oder die Busfahrt) zur Kirche Notre Dame de  la Garde, die über den Dächern der Stadt liegt, lohnt sich. Hier hat man einen genialen Panoramablick über ganz Marseille.

 

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Tag 7   Aix-en-Provence

Wie sagt man so schön: Das Beste kommt zum Schluss. Denn Aix-en-Provence war ein wirkliches Highlight für mich. Kurz habe ich mich wie in Paris gefühlt, was zum einen an der hohen Anzahl an Brunnen lag und zum anderen an den riesigen Markplätzen, die von niedlichen Cafés umrandet sind. Da der Künstler Cezanne hier einen großen Teil seines Lebens verbrachte ist in der Stadt ein Pfad zu finden, an dem die wichtigsten Orte liegen, wie sein Atelier oder Elternhaus.
Für Kunstliebende ist ebenfalls das Musée Granet zu empfehlen. Der Ausstellungskatalog liest sich wie ein Who-is-Who des Impressionismus. Van-Gogh, Picasso, Rubens und natürlich Cezannes Werke kannst du dort bewundern.

 

Für mehr Inspiration für Reisen in Europa schaue dir Berichte über meinen Städtetrip nach Prag oder meinen Aufenthalt in einem Surfcamp in Portugal an.

Soll es vielleicht doch weiter weg gehen? Wie wäre es mit Backpacking in Sri Lanka  oder  Ein Guide durch Indiens Hauptstadt Delhi.

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