Delhi in pictures – Ein Guide durch Indiens Hauptstadt

Im März bin ich sehr spontan mit Bekannten über ein langes Wochenende nach Delhi gereist. Diese Tage sollten mich zum ersten Mal richtig begreifen lassen, dass ich in Indien lebe. Delhi ist laut, chaotisch, voller Menschen und Verkehrsmitteln, sodass man schon nach 10 Minuten auf der Straße theoretisch eine Woche Urlaub bräuchte. Doch als ich mich einmal an die konsequente Reizüberflutung und die 40 Grad gewöhnt hat, konnte ich wirklich schöne Facetten der drittgrößten Stadt der Welt* entdecken und genießen. Deshalb habe ich meine Kamera kaum aus der Hand genommen und viele visuelle Eindrücke eingefangen. Also nun viel Spaß mit dieser kleinen Tour durch Delhi:

Jantar Mantar

Morgens in Delhi angekommen, nutzten wir die kühlen (besser: noch ertragbaren) Temperaturen um uns das Jantar Mantar anzusehen. Eine alte Anlage, die  1725 erbaut wurde und anhand derer Sternen- und Planetenbewegungen berechnet wurden. Heute ist es viel mehr eine Ansammlung an willkürlich angeordneten geometrischen Bauten – was es zu einem tollen Spielplatz für Tiere aller Art und Menschen macht, die Architekturfotografie lieben. Deshalb hier ein paar Schmankerl fürs Auge:

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India Gate

Weiter ging es zu einem Wahrzeichen von Delhi, dem India Gate. Es wurde als Mahnmal des ersten Weltkrieges erbaut, im Stein sind die Namen von gefallenen britischen Soldaten eingraviert. Die Ähnlichkeit zum Arc de Triomphe in Paris ist übrigens gewollt, denn dieser diente dem Bauplaner als Vorbild.
Man sollte es wenn möglich einplanen das Gate in den Morgenstunden zu besichtigen, denn als wir am Abend noch einmal im Bus an dem Platz vorbeigefahren sind, war er überfüllt mit Menschen. Und überfüllt bedeutet in Indien wirklich, dass kein Platz zum Laufen mehr vorhanden ist.

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Die zweite Hälfte des Tages haben wir eine Bus Sightseeing Tour unternommen. Was wirklich sehr klug war, denn wenn man sich einmal selbst versucht mittels Uber oder Rikshaw durchzuschlagen, kann man schnell verzweifeln. Entweder spricht der Fahrer nur Hindi, er findet dich nicht, oder du wirst am falschen Ort abgesetzt. So haben wir es sehr genossen, uns einfach mal umherkutschieren zu lassen und von unserem Tour Guide viele interessante Informationen bekommen. Achja manchmal sind wir natürlich auch ausgestiegen, um uns ein paar Sehenswürdigkeiten anzuschauen.

Red Fort

Eines der Ziele war das Red Fort. Eine beeindruckende Festungsanlage, die erahnen lässt wie prunkvoll es hier früher zu Zeiten des Mogulreiches zuging. Innerhalb der Mauern kann man sogar ein altes Harem und ein Schwimmbad bestaunen. Auch wenn von den ehemals mit Edelsteinen und Gold verkleideten Wänden heute nicht mehr viel zu erkennen ist.

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Humayuns Tomb

An unserem letzten Stop der Bustour hatten wir leider nicht viel Zeit, denn der indische Verkehr hatte keine Gnade. Damit ihr euch in etwa die Verhältnisse vorstellen könnt: Wir haben für eine Strecke von nicht einmal 13 Kilometern in der Stadt etwa 70 Minuten gebraucht. In der Rush-Hour kann es gerne noch länger sein.

Die Fahrt hat sich allerdings gelohnt, denn das Humayuns Mausoleum ist nicht ohne Grund UNESCO Weltkulturerbe. Es erinnert etwas an eine aus rotem Stein gebaute Miniatur des Taj Mahals und dient als Grabmal des Moguls Humayun, der im 16. Jahrhundert herrschte. Die grüne Anlage ist eine schöne Abwechslung zu den lebhaften Straßen, insbesondere, da es ungewöhnlich still ist. Es wirkt so, als wäre die Zeit dort stehen geblieben.

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Old Delhi

Am letzten Tag, vor unserem Flug haben wir noch einen Abstecher in die Altstadt gewagt, das war dann wirklich Indien pur. Kühe, Ziegen und Schweine mitten im Verkehr, Männer waschen sich in ihren Unterhemden auf der Straße, Karren voll mit Obst und Gemüse, ein schwerer Geruch von Gewürzen und Abgasen in der Luft, sodass man kaum atmen kann und nicht zu vergessen, unglaublich viele Menschen. Für einen Abstecher lohnt es sich auf jeden Fall trotzdem und man kann wunderbar ein paar typisch indische Gewürze kaufen.

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Delhi hat mich einiges an Nerven gekostet, aber ich habe auch viele interessante Einblicke in die Geschichte Indiens und eine Stadt gewonnen, die wahrscheinlich, wie New York, niemals schläft.
Ich freue mich, wenn euch dieser Einblick in meine Reise gefallen hat. Es werden demnächst sicher noch mehr Reiseberichte erscheinen, da ich das Glück habe viel von Indien sehen zu können.

 

*nach Bevölkerung Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_urban_areas_by_populationhttps://en.wikipedia.org/wiki/List_of_largest_cities

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