Wie ich zu meinem Auslandspraktikum in Indien gekommen bin.

Als ich meinen Freunden und Verwandten von meinem Plan, nach Indien zu reisen, erzählt habe, hielten mich die meisten für ziemlich verrückt. „Alleine als Frau in Indien? Das kannst du doch nicht machen!“ oder „Hast du dir das auch gut überlegt?“ waren nur zwei der vielen negativen Kommentare. Mich konnte trotzdem niemand davon abhalten und nach einiger Vorbereitung und auch etwas Glück, lebe ich jetzt seit 4 Monaten in diesem faszinierenden Land. Hier erzähle ich, wie ich zu diesem Praktikum gekommen bin und wie auch du es einfacher hast, ein Praktikum im Ausland zu finden.

Während meines Studiums wusste ich bereits, dass ich mal etwas Neues sehen muss. Der alltägliche Weg mit dem Fahrrad zur Uni, die selben Gesichter in den Vorlesungen, der kalte deutsche Winter – ich brauchte eine Abwechslung, neuen Input und vor allem neue Erfahrungen. Der Plan war schnell geschmiedet: Ich wollte mein Praxissemester im Ausland verbringen. Dafür bin ich ein paar Umwege gegangen und habe viel Zeit geopfert, aber es hat sich gelohnt.

Ins kalte Wasser springen! 

Da ich in einem Verlag arbeiten wollte, bin ich auf die Frankfurter Buchmesse gefahren – einen Stapel an Bewerbungsmappen (alle auf Englisch) in der Tasche – und habe Klinken geputzt. Bereits vorher hatte ich mich informiert und auch mit einige Verlage per E-Mail kontaktiert. In Frankfurt angekommen bin ich einen ganzen Tag in der Halle der internationalen Verlage von Stand zu Stand gelaufen und habe mich bei jedem Unternehmen vorgestellt, das mir sympatisch war. Dabei musste ich jedoch viele Enttäuschungen hinnehmen. Oft bekam ich nur eine Visitenkarte in die Hand gedrückt und mir wurde ein müdes Lächeln geschenkt. Sogar mit neuseeländischen Unternehmen habe ich gesprochen. Das Problem: Viele kennen das System eines Praktikums gar nicht und sind oft nicht im Stande Geld dafür zu bezahlen.

Vorbereitung ist alles.

Das wichtigste sind die Bewerbungsunterlagen! Ich habe viele Tage damit verbracht meine Bewerbung auf Vordermann zu bringen und an einem Vorstellungstext zu feilen.
Ich habe meine Bewerbung von meiner Englisch-Professorin durchschauen lassen und einigen anderen Bekannten und Freunden. Da ich mich für kreative Praktika bewerben wollte, habe ich meinen Lebenslauf in InDesign erstellt. Falls ihr eure Bewerbung auch individuell gestalten möchtet, lege ich euch Pinterest und YouTube sehr ans Herz, dort gibt es einige schöne Tutorials.

Networking: Das Internet ist dein Freund.

Wie viele andere Jobs heutzutage, findet man auch Praktika im Internet. Es gibt unzählige Praktikavermittlungen, aber Achtung: Viele dieser Anbieter verlangen viel Geld dafür, dich mit einem ausländischen Unternehmen zu verbinden. Wenn man nur genug Aufwand betreibt, kann man dies auch allein schaffen.
Ich habe mein Praktikum bei SpringerNature ebenfalls im Internet gefunden. Zudem hat unser Professor die Werbetrommel geschlagen. Also schaue öfter mal auf das schwarze Brett oder frage direkt bei Professoren nach. Auch die Auslandsvermittlung an deiner Uni kann oft gute Tipps geben, oder oft haben sie sogar eine Liste mit Unternehmen parat.
Es lohnt sich zusätzlich ein Profil auf LinkedIn oder Xing zu führen. Besonders auf LinkedIn kannst du dich mit internationalen Firmen vernetzen und ihre Jobangebote verfolgen. Ich habe aber auch durch Xing schon ein spontanes Praktikumsangebot bekommen. Also: Vernetze dich, es kann sich lohnen!
Was hast du schon für Erfahrungen gemacht bei dem Versuch ein Praktikum zu ergattern? Falls dir der Beitrag gefallen hat, schau gerne öfter bei mir vorbei.

Mein Praktikumsprogramm: https://career012.successfactors.eu/sfcareer/jobreqcareer?jobId=19169&company=C0001215517P&username=

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